Die ‚Listening Sessions‘

Malte Pelleters Arbeit über Drum-Machines („Futurhythmaschinen“) ist erschienen… Die dort enthaltenen Listening Sessions sind samt Links auf die Musikbeispiele als einzelne Exkurse auf unserer ((audio)) Website zu finden. Also: klicken, zuhören und dabei lesen.

Guest Lecture Series: Composers on Soundscape Composition

Im Januar hat sich eine Serie von Gastvorträgen mit der Ästhetik und der Komposition künstlerischer Soundscapes befasst. Die insgesamt vier Vorträge wurden von internationalen Künstler*innen gehalten. Darunter: Fredrik Mathias Josefson (new media artist), Zoe Yi-Cheng Lin (AI & VR music), Luong Hue Trinh (experimental electroacoustic music) und Ángela Hoyos Gómez (new media artist).

If Madonna Calls, I’m not here.

Im Ballroomsound hallt das emanzipatorische Potenzial einer Bewegung wider, meint Sophia Tobis. Anhand der dort verwandten Samplingtechnologien versucht sie, dies zu verdeutlichen und beruft sich dabei unter anderem auf die Arbeiten von José Esteban Muñoz und Rolf Großmann.

The Cultural Significance of Listening

Seminar | Leuphana Universität Lüneburg | MA: Kulturwissenschaften | Modul: Diskurse der Sound Studies | Freitag, 17:00-18:30 | Online | Johannes S. Ismaiel-Wendt, Malte Pelleter
Es wird nicht um eine (psycho)akustische oder physiologische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Hörapparat gehen. Statt dessen stehen Fragen nach unterschiedlichen Politiken des Hörens, nach Ge-Hor-Samkeit oder Abhörung im Mittelpunkt.

Beating Time.

Zeitdiskretheit in Geschichte und Ästhetik der Rhythmus-Maschine | Einzeltermine auf der Seminarseite | Online | Malte Pelleter

Eins – Zwei – Drei – Vier. Den Takt schlagen heißt: die eben noch so kontinuierlich dahinfließende Zeit abzuzählen, zu diskretisieren. Rhythmus-Maschinen und Drum-Machines, die uns heute aus jedem Radio und jeder Playlist entgegen trommeln, fangen im Laufe des 20. Jahrhunderts an, genau das technisch umzusetzen. Damit bilden sie eine spannende Parallele zur Geschichte des Digital-Computers, der ja Zeit auch nur als Folge diskjunkter Maschinen-Zustände kennt. Im Unterschied zur Computertaktung aber, lässt sich das Schalten der Rhythmus-Maschinen anhören: In klackernden Elektro-Orgeln, im Maschinen-Funk von Sly Stone oder George Clinton, im 808/909-Wahnsinn von House und Techno, in der Sampledelia des HipHop.

›Schöne Musik?‹

Ästhetische Positionen zur Auditiven Gestaltung, Montag, 14:15-15:45 | Online | Rolf Großmann

Schönheit kennen wir aus kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen als relativierbaren Begriff, der ganz vom individuellen, sozialen und historischen Ort der Betrachter*in abzuhängen scheint. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Schönheitsbegriff vollständig infrage gestellt.
Lesen werden wir Textauszüge aus Originalschriften zur Ästhetik sowie Texte nach den Interessen und Vorschlägen der Teilnehmer*innen.

Einfangen und Loslassen von Sounds?

Lisa Noel untersucht anhand des von Fynn Kliemann ins Leben gerufenen YouTube Formats ‚Sounds Of‘, ob und inwiefern Sounds die individuelle Bedeutung eines Ortes vermitteln können und auf welche Weise solche Sounds eingefangen bzw. hergestellt werden. Theoretische Ansätze von Johannes Ismaiel-Wendt und Christoph Cox (u.a.) liefern hierbei die Grundlage.

Workshop: A life in Samples

Am 25.09. hat der Workshop ‚A life in Samples‘ als Abschlussveranstaltung des Seminars ‚Digital Sampling Techniques‘ stattgefunden. Zu Gast war der in New York lebende Künstler Tony Rainwater (Anthony Abbadessa), der exklusiv seinen einzigartigen und kreativen Sample-Workflow vorstellte. Eine Diskussion zu der Frage, ob und inwiefern der Technik des Samplings Grenzen gesetzt sind, hat die Veranstaltung begleitet.

Instrumentalities. Instrumente neu denken!

Leuphana Universität Lüneburg | Studiengang: BA Kulturwissenschaften | Modul: Musik und auditive Kultur | Montag, 16:15-18:00 | Wöchentlich | Online | Rolf Großmann | Sarah-Indriyati Hardjowirogo

Dass eine Geige oder eine Flöte ein Musikinstrument ist, scheint unzweifelhaft. Wir nutzen diese Gegenstände seit Generationen, um Klänge zu produzieren. Was ist jedoch mit Gegenständen, Umgebungen und Prozessen, die nicht primär musikalisch motiviert waren und heute ganz selbstverständlich zum Musizieren und zur auditiven Gestaltung genutzt werden? Plattenspieler, Laptops, DAWs, Max Patches, Sensorik und vieles andere werden zu instrumental-medialen Umgebungen, die in Konzerten, Installationen und Sound Art an der Funktion der vormaligen Instrumente teilhaben.
Ziel ist es, Kriterien eines zeitgemässen Musikinstrumentenbegriffs zu erarbeiten.

Cross Innovation Class

Unter dem Leitthema ‚Smart City & Urban Tech‘ befasst sich das hochschulübergreifende Studierendenprojekt im kommenden Sommersemester mit den Kernpunkten Mobilität, Nachhaltigkeit und Zukunft. Interdisziplinäre Teams, bestehend aus Masterstudent*innen verschiedener Hochschulen, befassen sich erneut mit Herausforderungen aus dem Praxisfeld der Hamburger Kreativwirtschaft.

Audiopaper „Vocal Futures“

Das Audiopaper „Vocal Futures. Zur phonographischen Dekonstruktion der Stimme und ihrer ‚Menschlichkeit'“ von Lukas Iden und Sophia Tobis hinterfragt das Narrativ der „Authentizität“ und „Emotionalität“ des vermeintlich menschlichsten aller Instrumente: Der Stimme.

Das Mobilgerät im Zentrum von Klanginstallationen

Die Klanginstallationen ‚Call For Action*‘ und ‚Verbindung wird hergestellt…‘ interagieren mit den Mobilgeräten ihrer Betrachter*innen und beleuchten dabei unterschiedliche Aspekte der Beziehung zwischen dem Mensch und seinem medientechnischen Kommunikationsmittel. Dies gelingt unter anderem durch einen Rückblick in monophone Zeiten sowie durch die Offenlegung von lautlosen Operationen des Mobilgeräts (s. Videos).

Die Protestmaschine

Es rattert, pfeift und trommelt. Klar ist: Bei diesem Artefakt geht es darum, sich Gehör zu verschaffen. Die Protestmaschine ist mit Gegenständen des Alltags – wie etwa Töpfen und Pfannen – versehen, welche hier lautstarke Qualitäten entfalten. Zur ersten Vorführung im Hörsaalgang (s. Video) wurde die Installation mit Überwachungskamera und Monitor inszeniert, um auch die Kontrolle des öffentlichen Raums zu thematisieren.