Interview: Das Telemin – Musikinstrument klassisch, digital, hybrid?

Annika Hachmeister und Frieder Behrens zeigen mit dem Telemin, wie man mit einem einfachen Teleskopstab und wenigen Sensoren ein innovatives Musikisntrument bastelt. Hierbei eröffnen sich neue performative Konzepte sowie Einblicke in die digitale Klanggestaltung. Für Musiker*innen bietet das Telemin als Interface dabei Gelegenheit, Barrieren zu digitalen Instrumenten zu überwinden.

Das Mobilgerät im Zentrum von Klanginstallationen

Die Klanginstallationen ‚Call For Action*‘ und ‚Verbindung wird hergestellt…‘ interagieren mit den Mobilgeräten ihrer Betrachter*innen und beleuchten dabei unterschiedliche Aspekte der Beziehung zwischen dem Mensch und seinem medientechnischen Kommunikationsmittel. Dies gelingt unter anderem durch einen Rückblick in monophone Zeiten sowie durch die Offenlegung von lautlosen Operationen des Mobilgeräts (s. Videos).

Die Protestmaschine

Es rattert, pfeift und trommelt. Klar ist: Bei diesem Artefakt geht es darum, sich Gehör zu verschaffen. Die Protestmaschine ist mit Gegenständen des Alltags – wie etwa Töpfen und Pfannen – versehen, welche hier lautstarke Qualitäten entfalten. Zur ersten Vorführung im Hörsaalgang (s. Video) wurde die Installation mit Überwachungskamera und Monitor inszeniert, um auch die Kontrolle des öffentlichen Raums zu thematisieren.

Hauntology und Geistaustreibung

Auf seinem Solo-Album „Sleep“ präsentiert Ja, Panik!-Frontmann Andreas Spechtl ein regelrechtes Sammelsurium an pop-referentiellem Material. Das Thema „Schlaf“, wie bereits im programmatischen Titel des Albums angeklungen sein mag, bildet den Rahmen – und es zeigt sich: Schlaf ist eine ambivalente Angelegenheit.

Frontier Zones 2015 – São Paulo

Das Projekt widmet sich Grenzräumen im urbanen Alltag und entwickelt audiovisuelle Methoden, um diese Räume aufzunehmen und erfahrbar zu machen. Brasiliens Hauptstadt São Paulo diente als Ort für die Expeditionen. Kleingruppen internationaler Studenten kollaborierten, um Ausschnitte der Metropole in Form von dokumentarischen Filmen hör- und sichtbar zu machen. Die hier aufgeführten Ergebnisse zeigen Miniaturen des Lebens in der Stadt.

Augen zu, Sinne an

Eindimensional sind sie definitiv nicht, die Songs die aus der Kooperation der Musiker Springintgut und F.S. Blumm hervorgehen. Phantasievolle Klangwelten, eingerahmt von zirkulierenden und doch voranschreitenden Beats, erschaffen sie auf ihrem Ende 2014 erschienenen Album „The Bird and White Noise“.

Re: produce?

Das Auftreten der ersten musikalischen Reproduktionsmedien ist bekanntermaßen schon eine Weile her. So assoziieren die meisten Menschen damit in erster Linie Tonträger, wie CDs, Schallplatten, Tonbänder, historisch gesehen den Phonographen aber auch digitale Varianten, wie das MP3-Format. Oft werden dabei, die Reproduktionsinstrumente wie die Pianola (s. Video) übersehen, die zwar als Musikinstrumente zu betrachten sind, aber gleichzeitig Stücke wiedergeben können, ohne dass dazu ein menschlicher Spieler zwingend notwendig ist.

CDC Questions

„Wir denken, dass wir in der Musik durch das Digitale die totale Kontrolle über den Klang, über die musikalische Struktur haben (…). Aber diese Kontrolle ist nicht handhabbar – das musikalische Artefakt was entsteht geht über dieses Digitale hinaus, weil es sich nicht erschöpft (…).“

(Sport-)Studiomusik: eine Klanginstallation

Was passiert, wenn Fitnessgeräte zu Musikinstrumenten werden? Wie fühlt es sich an, Teil eines musikalischen Kunstwerks zu werden, das ohne Noten und nur mit Interaktion funktioniert? Für das Experiment wurden die Sportgeräte des ‚Studio 21’ mit Sensoren ausgestattet, um aus Bewegungen Musik zu machen (s. Video).