Vocal Futures. Zur phonographischen Dekonstruktion der Stimme und ihrer „Menschlichkeit“

„What is it about them?“, haucht Billie Eilish in Millionen von Ohren, als erwarte sie eine Antwort von jedem/jeder einzelnen Hörer*in. Die Sounderfahrung der menschlichen Stimme, dem „vermeintlich menschlichsten Instrument“, ist dabei an eine Bandbreite von Erwartungen gekoppelt, die sich immer wieder um zu Worthülsen verkommenen Begriffen wie „Emotionalität“ und „Authentizität“ zu drehen scheinen. So kritisiert der Death Cab For Cutie-Leadsänger und -Gitarrist Ben Gibbard den übermäßigen Gebrauch von Vocal-Processing-Technologien, wie vor allem AutoTune, da die Sänger*innen schon gar nicht mehr wie „actual human beings“ klängen. Aber ist das denn wirklich so schlimm? Eine Antwort auf diese naiv gestellte, rhetorische Frage bieten Lukas Iden und Sophia Tobis mit ihrem Audiopaper Vocal Futures. Zur phonographischen Dekonstruktion der Stimme und ihrer „Menschlichkeit“.

Malte Pelleter und Johannes Ismaiel-Wendt boten im Sommersemester 2019 das Seminar Sounds Like The Future. Futurhythmaschinische Gestaltung 1932-2020 an, welches sowohl an der Leuphana Universität Lüneburg als auch an der Universität Hildesheim stattfand. Als Form der Prüfungsleistung war ein Audiopaper vorgesehen, wobei auch das von Lukas Iden und Sophia Tobis entstand. Zum Beitrag samt Audiopaper und Script auf der Website der AG Auditive Medienkulturen und Sound Studies gelangen Sie hier:

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