Vom Kontrapunkt zum Remix

Musikgeschichte als Mediengeschichte kompositorischen Materials

Vom Kontrapunkt zum Remix | Leuphana Universität Lüneburg | Studiengang: BA Kulturwissenschaften | Modul: Musikgeschichte | WS21/22 | Dienstag, 16:15-17:45 | Präsenz 5.326

Dozent:
Rolf Großmann
grossmann@leuphana.de

 

Organisatorisches

Das Seminar beginnt am Dienstag, den 25. Oktober 2021 um 16:15 Uhr mit einer Einführungssitzung.

Für die einzelnen Themen des Seminars (das aufgrund des erweiterten Themenspektrums nun eigentlich „vom Kontrapunkt zur AI“ heißen müsste) sind Gruppen eingerichtet. Bitte tragen Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig ein, spätestens bis zum Schluss der Eintragungsfrist am 27.10.2021, da die Mitarbeit in einer Gruppe Voraussetzung für den erfolgreichen Besuch der Veranstaltung ist.

Inhalt

Das Seminar verfolgt einen ungewöhnlichen musikgeschichtlichen Ansatz. Es erzählt Musikgeschichte nicht als Folge von Komponisten und Werken, sondern als Geschichte gestalterischer Verfahren und der ihnen zu Grunde liegenden Medienumgebungen. Als Ankerpunkte dienen „klassische“ Kompositionsmethoden der Notenschrift wie Generalbass, Kontrapunkt, motivisch-thematische Arbeit und Reihentechnik ebenso wie Schichtung, Dub, Sequenzing, Sampling und Remix als Stationen phonographischer Arbeit. Diese ausgewählten Verfahren werden jeweils im Detail beleuchtet und auf ihre mediengeschichtliche Grundlage bezogen.
So setzt etwa mit „punctus contra punctum“ der Kontrapunkt die Einzelnote der Notenschrift bereits in seinem Begriff voraus, „Sampling“ bezieht sich auf das „sample and hold“ eines diskreten Werts, der als Probe eines größeren Ganzen dient. Dass diese Weise der Annäherung an Musikgeschichte aktuell im internationalen Diskurs eine wichtige Rolle spielt, zeigt u.a. der 2019 erschienene Band „Sonic Writing“ von Thor Magnusson, aus dem ein Auszug als Einführungstext für dieses Seminar verwendet wird. Sie finden den kleinen Textauszug im Materialordner…

Ziel ist die vertiefte Diskussion der These, dass die Gestaltungsverfahren der Medientechnik des 20. Jahrhunderts – anders als in der traditionellen Musiklehre – als gleichberechtigte Kompositionsverfahren und nicht als einer kompositorischen Essenz beigeordnete Effekte behandelt werden können. Dazu werden historische Brüche und Kontinuitäten in der Geschichte symbolischer als auch medientechnischer Schriften untersucht.

Vorbereitung und Durchführung der Seminarsitzungen

Die Veranstaltung unterscheidet sich sowohl inhaltlich als in der Vorbereitung und Durchführung der Einzelsitzungen von herkömmlichen Veranstaltungen, in denen eine lineare Musikgeschichte erzählt wird. Jede Themensitzung wird zunächst einmal ein eigenes Universum an Phänomenen, Analysen und Reflexionen eröffnen, das von der jeweiligen Gruppe bestimmt wird. Dazu gibt es als Input einige Stichpunkte und einen historischen Ort, auf den sich die Sitzung bezieht. Alle weiteren Inhalte werden von der Gruppe festgelegt. Falls Sie zu einem historischen Thema keine musikalische Erfahrung haben, hören Sie einfach eine beliebige Musik aus dieser Zeit. Für weitere Informationen googeln Sie ruhig schon einmal, schauen in Wikipedia oder lassen Ihre assoziative Musikauswahl Revue passieren. Ergebnis der Vorbereitung sollte ein Sound- und Literaturpool sein, der von allen einsehbar ist, und von der jeweiligen Gruppe zusammengestellt wurde.

Auch die Fragen, die hier an Musikgeschichte gestellt werden, sind ungewöhnlich. Ausgangspunkt ist dabei der Zusammenhang zwischen den historisch jeweils genutzten Medien und den Formen und Strategien musikalischer Gestaltung. Die folgenden Fragen sollen dabei helfen, die relevanten Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren. Sie bilden für jede Sitzung dem verpflichtenden Rahmen:

– Welche musikalischen Phänomene behandelt die Themensitzung? > Beispiele!
– Welche Medien spielen an diesem historischen Ort bei der musikalischen Gestaltung eine Rolle? > Beispiele!
– Worin besteht hier das musikalische Material, also „alles, mit dem die Künstler*innen schalten“? (frei nach Adorno)
– Gibt es eine zeitgenössische Poetik für die musikalische Gestaltung (etwa eine Kompositionslehre)? > Beispiel(e)!
– Welche Aspekte der Themensitzung sind für die heutige kulturelle Praxis der Musik relevant?

Für jede Gruppe ist eine kurze gemeinsame Vorbesprechung in meiner Sprechstunde oder per Vereinbarung spätestens eine Woche vor der jeweiligen Seminarsitzung notwendig, um die Durchführung der Sitzung zu besprechen. 

Einführungstext

Bitte lesen Sie zum Einstieg den kurzen Textauszug aus „Sonic Writing“, den Sie im Materialordner finden.

Prüfungsleistung

Prüfungselemente: Group Presentation jeweils zu einem Themenblock (60%), 7 Listen mit je 2-3 Hörbeispielen (40%)
Hinweis zum 2. Prüfungselement: zu sieben von Ihnen ausgewählten Sitzungen reichen Sie rechtzeitig zwei Tage vor Sitzungsbeginn eine Liste mit 2-3 Hörbeispielen ein. Ihre Auswahl begründen Sie mit einigen Stichpunkten. Ihre Liste sollte inklusive Stichpunkte nicht länger als eine Seite sein. Bitte tragen Sie Ihre Beispiele + Kurzbegründung ins Forum zur jeweiligen Sitzung ein.

Seminarplan

V 2.1 06.12.2021

26.10.2021 Einführung

Organisatorisches / inhaltliche Einführung
Textauszug aus „Sonic Writing“>>> auch im myStudy Materialordner

Hörbeispiele
https://open.spotify.com/embed/playlist/3lKPojNSoGii4q0zMy1TOW?utm_source=generator


02.11.2021 frühe Mehrstimmigkeit / Kontrapunkt

St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 390: Antiphonarium officii (https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/0390).

Neume und Note

Lehr- und Lernmaterial ab dem 12. Jh.:

Guido von Arezzo (10./11. Jh.; um 990 – 1050) „Guidonische Hand“

Guido von Arezzo „Solmisationssilben“ aus dem Johannes-Hymnus; Vierliniensystem, Terzabstand

Die Festlegung von relativen Tonhöhen ist die Voraussetzung für eine ausgearbeitete Mehrstimmigkeit, wie sie in den folgenden Jahrhunderten zu finden ist. Die Form der Fuge (Kanon) bildet sich fast von selbst durch Überlagerung nacheinander gesungener Eröffnungsphrasen, auf die dann ein kontrapunktischer Satz folgt.

Giovanni Pierluigi da Palestrina „Motettorum quinque vocibus liber quartus“, Rom 1583/84, hier Nachdruck Venedig 1587
„Palestrina Stil“ liturgische Zwecke „prima pratica“

G- und C-Schlüssel, Vorzeichen, Notenlängen, jedoch keine Taktstriche. In der Übertragung (1874) in eine Partitur in heutiger Notenschrift sind nun Taktstriche weitere Vorzeichen für Leittöne zu sehen. Außerdem wird hier die fugenartige Anordnung der Stimmen klar, die schon in den nur durch die Schlüsselstellung unterschiedenen Anfangsphrasen von Cantus (Sopran) und Altus zu sehen ist.

weitere Beispiele zu den nächsten Stadien der Entwicklung siehe unten (Girolamo Frescobaldi)

Kontrapunktlehre von Johann Joseph Fux (Wien 1725)

Fux „Gradus ad Parnassum“

Johann Joseph Fux „Gradus ad Parnassum oder Anführung zur Regelmäßigen Musikalischen Komposition. Auf eine neue, gewisse, und bishero noch niemals in so deutlicher Ordnung an das Licht gebrache Art.“ Leipzig, im Mizlerischen Bücherverlag, 1742. PDF (Achtung! 111MB)

Ausschnitt aus Johann Sebastian Bach (1685-1750),
Contrapunctus I aus „Die Kunst der Fuge“ (BWV 1050)
Autograph ab 1742; Erstdruck 1751/52

ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Gregorianischer Choral – Kyrie IV – YouTube Video mit Quadratnotation und C-Schlüssel zum Verfolgen der vermutlich ursprünglich in Neumen notierten Choralmelodie

nach Palestrina:
Girolamo Frescobaldi Messa della Domenica – Fiori Musicali (Venezia, 1635)
!Music from MIDI file recorded by Simone Gheller, played with VST organ!
zum Orgelspiel siehe Messa degli Apostoli, Toccata per l’Elevazione

Johann Sebastian Bach Wohltemperiertes Clavier 1 No. 2 in c moll Präludium und Fuge (ca. 1720)
– 3 Themen, die im Verlauf der Fuge versetzt einsetzen und sich ergänzen
– Obligater Kontrapunkt, der (im Vergleich zum freien Kontrapunkt) sich charakteristisch durch das Stück zieht
– Zweiter Kontrapunkt setzt später ein! (Bass, Mittel- und Oberstimme)

Kontrapunkt im Jazz: John Lewis (Modern Jazz Quartet)
– viele Arrangements (mit Vibrafon, Klavier, Bass, Drums…) die kontrapunktische Züge haben
– Beispiel „Fontessa“ https://www.youtube.com/watch?v=U6_ianAPvPQ oder „The Golden Striker“ : https://www.youtube.com/watch?v=i10qbIWIRqk

09.11.2021 Motivisch-thematische Arbeit

Feudalismus und Schriftkultur

„Das Motiv ist die kleinste selbstständige energetische Einheit im klassischen Formenbau: Metrum, Rhythmus, Harmonie, Kolorit, Dynamik und Artikulation sind mit der Melodie als übergeordnetem Element ich ihm integriert. Das Thema ist eine in sich mehr oder minder ausgewogene Einheit solcher Motive in der Periode.“ … „Mittel hierzu sind Fortspinnung, Entwicklung und Kombination.“ (MGG 1949-1968; Friedrich Blume: Klassik)

Haydns Streichquartette
Joseph Haydn – Hob III:28 – String Quartet Op. 17 Nr. 4 in c-moll (1772)

Wolfgang Amadeus Mozart – Piano Sonata No. 11, K.331 (1783)

Präsentation der Arbeitsgruppe als PDF


ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Haydn: String Quartet, Op. 76, No. 1 (1797/1798)
https://www.youtube.com/watch?v=aojgXEZ86xI
– Op. 76: Das letzte komplette “Set“ aus 6 Streichquartetten, das Haydn komponierte
– Aus 4 Teilen (Allegro con spirito…)
– Seit Wiener Klassik: Kammermusik mit üblicher Besetzung eines Streichquartettes 2 Violinen, Bratsche, Cello
– Motivische Arbeit: musikalische wiedererkennbare Einheiten (Tonfolgen)  Baustein eines musikalischen Gedankens (kann wiederholt, kontrastiert, transponiert… werden)
– Haydn ist Vorläufer dieser Kompositionsweise später übernommen von anderen klassischen Komponisten (z.B. Beethoven)

Statt Melodien aneinander zu reihen, verarbeitet und entwickelt Haydn ein charakteristisches Motiv.
Haydn: Quartet Op. 54 No. 2 (1788); Link: https://www.youtube.com/watch?v=dGgmFFMFICc

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen (Arbeit von 1848 bis 1874)
https://www.youtube.com/watch?v=CzFdrDju4Zw&list=PL78TsyiiZjhGNl-civwjVsk_7tn6XG3wh
– Opernzyklus/ Tetralogie mit 16h Aufführungsdauer und großer Orchesterbesetzung
– Wagner arbeitet mit Bestimmten Leitmotiven für seine Charaktere und Symbole, die in der Oper immer wieder auftauchen und somit auch musikalisch gestützt werden
– Beispielmotive: „das Schwert“, „Siegfried“, „das Schloss“, „das Rheingold“, „Ring“

Arnold Schönberg: Suite for Piano, Op.25
https://www.youtube.com/watch?v=bQHR_Z8XVvI
– Auch in 12 Tontechnik und freier Atonalität wurden melodische Motive kompositorisch eingesetzt
– In Reihen war z.B. genau festgelegt, in welcher Abfolge alle 12 Halbtöne im Musikstück erklingen sollten. Dadurch ergeben sich vorgeordnete Ton- und Intervallbeziehungen, die gewissermaßen mit Motiven vergleichbar sind.

zur Leitmotiv-Technik:

Howard Shore – Leitmotive aus „Der Herr der Ringe“
Eines der populärsten modernen Beispiele für Motivarbeit im Film mit dutzenden ikonischen Motiven, z.B. das Ring-Motiv, das Gefährten-Motiv oder das Auenland-Motiv. Shore verleiht vielen wichtigen Charakteren, Orten, Gegenständen etc. ein Motiv, dass sich durch die gesamte Triologie zieht und entwickelt.

Als Hörbeispiel der Prolog mit verschiedenen Motiven markiert mit Timestamp: youtu.be/6wldJ769M48?t=128

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Edvard Grieg – In der Halle des Bergkönigs
Bekanntes Motiv, auch als Leitmotiv für den Mörder in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Alle Instrumentengruppen greifen das Thema auf und steigern es in seiner Intensität.

youtube.com/watch?v=RIz3klPET3o

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Pusha T – McDonald’s Jingle
Leitmotiv im Real Life? Wie das Leitmotiv in der Oper oder dem Film wird eine Melodie intentional mit einem Ort, Gegenstand und Gefühl verbunden.

youtu.be/Iz2J0BoVrmc?t=23

16.11.2021 Sonatenhauptsatzform

Beispiel:
Ludwig van Beethoven: Sonata No.8 in C Minor, Op.13, „Pathétique“ (1798/99)
Link zu den Noten:
http://ia600207.us.archive.org/5/items/Cantorion_sheet_music_collection/96ab97ba4e508d484f82dee70e08a1c7.pdf
zum Einhören: Analyse des ersten Satzes in Wikipedia
und auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=M_124D_7KoU
oder: https://www.youtube.com/watch?v=PMDS6UeFmn8


ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Die Sonatenhauptsatzform: Hauptteil aus Exposition, Durchführung und Reprise. Je nach Gattung kann dieser Hauptteil von einer Einleitung und einer abschließenden Coda umrahmt, bzw. begleitet werden.
(„Als Klassikbanause habe ich zwar absolut keine Beispiele für die Sonatenhauptsatzform parat, aber ich habe hier Beethovens Schicksalssinfonie mit einem Sportkommentar, der die Sonatenhauptsatzform erklärt, gefunden: youtu.be/Vizi-uWbqAM„)
„Sonata“ beschrieb ursprünglich nur ein instrumentales „Klangstück“, das im Gegensatz zur Vokalmusik stand. Später etablierte sich die strenge Form, die sich weiter zur Sonatensatzform profilierte.

  •  „Sonata pian‘ e forte“ von Giovanni Gabrieli 1597 –> eine der ersten Sonaten, geschrieben für Streichinstrumente, Zinken und Posaunen, kontrapunktisch komponiert, Schema der Sonatenhauptsatzform war noch nicht etabliert https://www.youtube.com/watch?v=QXRITlQBitc
  • In der Klassik bestand die Sonate dann meist aus 2 oder 3 Sätzen, der erste Satz oft in Sonatenhauptsatzform, der zweite Satz in einer anderen Tonart als der erste, der dritte Satz oft in schnellem Tempo, z.B. Rondo
    – Beethoven: längere Sätze, stärkere Kontraste in Themen, Klangstärke, Tonlage; Stil wesentlich dramatischer
    – Beispiel 2: Beethovens Sonate Nr.21 in C-Dur, erster Satz Allegro con brio
    https://www.youtube.com/watch?v=lbblMw6k1cU
  • Sonate Nr. 16 C-Dur (Sonata facile, KV 545) – Mozart (1788) –> einfache Klaviersonate
    https://www.youtube.com/watch?v=I_AX4R-d29o
    Typische Dreiteilung einer Sonatenhauptsatzform im 1. Satz Allegro in C-Dur: Exposition, Durchführung, Reprise, ( hier keine Coda); Exposition mit Hauptthema (in C-Dur, abwechselnd Tonika, Dominante, Subdominante) und Seitenthema moduliert zu (G-Dur); Durchführung: Themendualismus wird deutlich mit vielen Dreiklangbrechungen; Reprise ab Takt 42 in F-Dur bringt beide Themen aus Exposition wieder zusammen, keine Coda vorhanden
  • Mozart Symphonie 40 in g-moll. Das sehr bekannte Motiv des Anfangs, wird in der Exposition vorgestellt, in der Durchführung durch motivisch-thematische Arbeit wiederaufgenommen, um dann abschließend in leicht veränderter Form in der Reprise zu erklingen.
    https://www.youtube.com/watch?v=QyQ-POuTNn8
  • Fortsetzung dieser Tendenz in der Romantik bei Schubert, Schumann, Chopin
    Schuberts Klaviersonate in B-Dur, D.960, Erster Satz (Molto Moderato), klare Einteilung des ersten Satzes in Exposition mit Einführung der Hauptthemen, Durchführung mit Bearbeitung, Abwandlung des Themas und Reprise (Wiederaufgriff des Themas der Exposition) https://www.youtube.com/watch?v=MAZ8PA5_gVA
  • Beethoven – Sonate Nr.23 – Igor Levit
    Die Appassionata ist fast schon ein Klischee unter den Sonaten, aber überzeugt doch immer wieder mit ihrem Klang. Ein Beethoven-Werk, wie man es sich vorstellt – das Mozarteske überwunden, aber noch nicht völlig aus der Zeit gebrochen.
    https://open.spotify.com/track/4E5fLwBO6B6yfll3vztEO1?si=3523a4ca5b1f4051
  • Beethoven – Sonate Nr.30 – Glenn Gould
    Beethovens Spätwerk zeugt von großer Kunst, die fast anarchisch, aber mindestens anachronistisch ist. Völlig weg von Klassik (selbst die Romantik übersprungen) greift er hier praktisch die Genres des 20. Jahrhunderts vor. Die 30. swingt schon fast vor sich her und das – oftmals kritisierte – schnelle Spiel Goulds erzeugt zusätzlich eine Leichtigkeit, die man nicht erwartet. Die klassische Sonatenhauptsatzform ist im Übrigen so gut wie nicht mehr erkennbar.
    https://open.spotify.com/track/0Y01TDHSh959jHuxBuxhI0?si=c0759c4d000b4988

Recomposed:
Maurice Ravel von Moritz von Oswald/Carl Craig
wird repetitiv an eine in der Technomusik übliche Praxis angepasst.
https://open.spotify.com/track/3AXLPuLHyFOjaA724L1Dc5?si=465c6e56e57744b4

23.11.2021 Formen der Jazz Improvisation / Jazz als Medienhybrid

Notationshybride / Real Book
Blues
Standards
Modales Spiel

Zum Medienhybrid Jazz:
„So ist der Jazz … durchaus als ein Ergebnis der
medialen Situation zu verstehen – als Medienhybrid zwischen traditionell
notierter und phonographischer Praxis.“ S. 69
> Grossmann, Rolf: Die Materialität des Klangs und die Medienpraxis der Musikkultur. Ein verspäteter Gegenstand der Musikwissenschaft? In: In: Schröter, Jens / Volmar, Axel (Hg.): Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung. Bielefeld: transcript 2013, S. 61-78.

Beispiel Leadsheet Real Book
https://www.youtube.com/watch?v=rWLaYwWRHSU
Beispiel Transkription eines improvisierten Solos
https://www.youtube.com/watch?v=B0BE64GT_D4

ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Ella Jane Fitzgerald
–> Scat Singing – eine spezielle Form des Gesangs im US-amerikanischen Gospel und im Jazzgesang
– Improvisiertes Singen
• improvisiertes Singen von rhythmisch und melodisch aneinandergereihten Silbenfolgen ohne Wortbedeutung und ohne zusammenhängenden Sinn
• mit den Silben und Wortfragmenten werden lautmalerisch instrumentale Phrasen nachgeahmt
○ Bsp. Elemente aus dem Instrumentalstil der umgebenden Musiker.
○ Bsp. DI BA DI BADOU BA BI
Beispiel: One Note Samba
https://www.youtube.com/watch?v=nrcIsUH6RfI
oder
Louis Armstrong ( Jazztrompeter, Sänger)
https://www.youtube.com/watch?v=Wb3notEp4yU

Zur historischen Entwicklung: Ragtime –> ca. 1890
Maple Leaf Rag by Scott Joplin [1899] ~ Aaron Robinson, piano:
https://www.youtube.com/watch?v=S9uR9IPBX8I
– einer der ersten und zugleich bekanntesten Rags für Klavier von Scott Joplin
– Spieltechnik: große Intervallsprünge in schneller Folge
– Unterschiedliche Funktionen in der rechten und linken Hand: starke Synkopierung der Melodie im Gegensatz zum regelmäßigen Beat im Bass
– Vorläufer zu Jazz: Improvisation fehlt – alles notiert
What is Ragtime? Ragtime Explained in 2 minutes (Music Theory):
https://www.youtube.com/watch?v=QTQQAWCqytE

Bebop / modaler Jazz –> ca. 1940 / Ende1950er
Miles Davis: So What (Kind of Blue);
https://www.youtube.com/watch?v=8uUCIQ50e-4
TV-Show https://www.youtube.com/watch?v=zqNTltOGh5c
– modaler Jazz: Gegenströmung zur Improvisation über schnell wechselnde Akkorde
– Jazz als Kunstmusik: größere Freiheiten für Schlagzeug und Bass
– Miles Davis: zart klingende Improvisationen
– 1945: Aufgrund der Weiterentwicklung der Tontechnik zur Langspielplatte war es mittlerweile möglich, Jazzstücke aufzunehmen, die länger als drei Minuten waren
– Längere Soli-Improvisationen

Jazzrock –> ca. 1970
https://www.youtube.com/watch?v=50fB5L1vmn8
Bitches Brew von Miles Davis, welches seine endgültige Form erst im Mastering erhält.

Scott LaFaro im Song „Gloria‘s step“.
Er hat dieses Lied zweimal mit performt, doch beide Male spielte er komplett andere Basslinien.
Dennoch passt beides gleichermaßen harmonisch in das Stück.

Part 1: https://youtu.be/X5OpIOrhEZs
Part 2: https://youtu.be/rARGPAkIcw4

Jazz wurde durch genaues Zuhören und Nachspielen weitergegeben –> es wurde improvisiert.
So können Musiker trotz wenig vorgeschriebenem Material oder sogar ganz ohne auskomponierte Vorlage sinnvoll miteinander musizieren.
Improvisation über eine feststehende Vorlage, bei der die Akkordfolge (die Changes) einer Komposition als Grundlage für die Improvisation dient.
Festgelegte Parameter: Harmonischer Verlauf, Melodie und ggf. Text des Stücks, rhythmisches Metrum, Arrangement. Beliebtes Modell: Anfangsthema – Improvisationen – Schlussthema
Coleman Hawkins – Body and Soul (Transcription) https://www.youtube.com/watch?v=DbBpp3FQWxE
https://www.npr.org/2000/03/06/1071243/body-and-soul?t=1637489661611

Parameter kamen auf den Prüfstand. Harmoniefolgen, Thema, und Stilistik wurden in Frage gestellt. Mischformen entstanden.
Duke Ellington- Take the A train
https://www.youtube.com/watch?v=UGK70IkP830

Count Basie – „Moten Swing“ (1957) –> https://www.youtube.com/watch?v=MxYWsWpjCOY
Im Gegensatz zu den kleinen Ensembles, die die Stile wie den New Orleans Jazz o.ä. gründeten und sich v.a. der freien Improvisation widmeten, war die ab den 30er/40er Jahren populär werdende Spielart des Swing, spezifischer des BigBand-Swing, viel näher an der Tradition des europäischen klassischen Orchesters: Die Ensembles waren wesentlicher größer und fungierten wie ein Orchester mit unterschiedlichen Instrumentalgruppen, sie wurden angeleitet von Bandleadern wie Count Basie oder Duke Ellington – ähnlich den Dirigenten eines Orchesters. Auch waren die Stücke wesentlich auskomponierter und wurden/werden häufig vollständig ausnotiert und vom Blatt gespielt.

Simply Red – „Sad Old Red“ (1985) –> https://www.youtube.com/watch?v=gEm6n-P2nHA
Der Jazz hatte und hat nach wie vor großen Einfluss auf viele, wenn nicht gar alle Spielarten populärer Musik. Die Band Simply Red, die seit den 80ern aktiv ist und in ihrer Karriere viele Pop-Hits verbuchen konnte, ist in ihren Wurzeln stark Jazz-beeinflusst, wie dieser Song von ihrem Debutalbum beweist.

Sun Ra – The All of Everything:
https://open.spotify.com/track/2Zn5TJZehjnQ9JJaIKHfn0?si=80ce143e5fca4537

Caj Tjader – What are you doing for the Rest of your life
Jedi Mind Tricks – I Against I

Ironischerweise entfremden sich die Genres, die sich auf Jazz beziehen und viele Jazz Samples in ihrer Praxis benutzen, of von der Praxis der Improvisation.
Stattdessen werden einzelne Parts geloopt und grade gebogen (und vielleicht noch im Tempo angepasst). Dabei wird, ähnlich wie im Jazz viel über das Gehör gearbeitet und wenig über „verschriftlichte“ Musik in Form von Notenblättern.

https://www.youtube.com/watch?v=lXKW6gnwkrk

https://www.youtube.com/watch?v=P4j3nCcMJfM

30.11.2021 Dub Jamaica

Dub Plates
Toasting
Live Mix
King Tubby
Riddim
Bass Culture

Literatur
Bradley, Lloyd. 2003. Bass Culture. Der Siegeszug des Reggae. Höfen: Hannibal Verlag. Kap. 13 und 14.

ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Unter „Dub“ versteht man im allgemeinen eine spezifische Technik der Musikproduktion, bei der die künstlerische Ausgestaltung der Einzelspuren einer Aufnahme im Mittelpunkt steht: Sie werden mit Echo-, Hall- oder Modulationseffekten, Filtern etc. versehen, ein- oder ausgeblendet (live-Abmischung mit dem Lautstärkergler), oder ganze Spuren (zeitweise) aus dem Mix substrahiert. Es geht also um die künstlerische Gestaltung des Mix einer Audioaufnahme, die als künstlerisches Produkt im Mittelpunkt steht – und weniger die Audioaufnahme selbst. Entstanden ist die Dub-Kultur auf Jamaika, weshalb sie als musikalisches Rohmaterial häufig die ebenfalls dort beheimatete Reggae-Musik verwendete.

Marijuhana – Sly & The Revolutionaries –> https://open.spotify.com/track/61YYhvgIlooPlOpBsPBlJh?si=07c23e95cbd44a26

Hier ein Blogpost, in dem in 10 Songs eine kleine Einführung in die Dub Musik gegeben wird. https://theculturetrip.com/caribbean/jamaica/articles/an-introduction-to-dub-in-10-songs/

King Tubby: sehr einflussreicher Produzent und Pionier des frühen Dub, „entdeckte“ den Effekt des gezielten Ein- und Ausfadens einzelner Spuren und begann Effekte wie Echo und Hall in seine Arbeit verstärkt einzubeziehen
https://www.youtube.com/watch?v=5HQ4sgypaiY
Erster Track auf King Tubby’s erstem Album, Dub From the Roots, 1974 –> Effekte Echo und Hall machen den Klang aus, ein- und ausfaden einzelner Spuren ist kontinuierlich zu hören

Mad Professor: wichtiger Vertreter der sich Anfang der 80er in Großbritannien entwickelnden Dub-Szene, die Charakteristika des jamaikanischen Dub (Echo, Hall, Fade-Ins, Fokus auf Bass-Spur, …) setzen sich deutlich fort https://www.youtube.com/watch?v=5zHpLzPHSa0

Beim ersten Hören haben Jamaican Dub und der, parallel in Popularität wachsende, Post-Punk nicht viel gemein. Die offensichtlichste Gemeinsamkeit wird wohl die subversive Ausrichtung der beiden Musikrichtungen sein. Vielleicht führte diese Gemeinsamkeit auch dazu, dass, ab Ende der 70er Jahre, immer mehr Stilelemente des Dub im britischen Post-Punk auftauchen. Eine Entwicklung die wiederrum zu einem weiteren neuen Genre führen sollte.
Am 26. Januar 1979 nimmt die sechs Wochen zuvor geformte Band Bauhaus in einer sechsstündigen Studiosession ihren allerersten Song auf. Bei der Aufnahme handelt es sich um einen einzigen Take, der fast ausschließlich live gemischt wurde. Das Ergebnis war der Track „Bela Lugosi´s Dead“. Ein Musikstück welches später häufig als der Vorbote von Gothic Rock und des späteren Dark-Waves bezeichnet wird.
„Bela Lugosi´s Dead“ trägt seine Dubeinflüsse offen vor sich her. Der exzessive Einsatz von Echo und Reverb und die hervorgehobene Bass-Line sind ganz klar aus dem Dub entlehnt. Das Ganze ist untergelegt mit einem Schlagzeugrhythmus, der an Bossa-Nova erinnert. Durch eine, an Snare und Gitarre angeschlossene fehlerhafte Echo Unit, welche der Gitarrist Daniel Ash während der Aufnahme immer wieder auf und zu drehte, kam der charakteristische und gruselige Sound des Songs zu Stande.

Bauhaus – Bela Lugosi´s Dead
https://www.youtube.com/watch?v=Fqy-fCf6Ymg

Scientist – Taxi to Baltimore Dub
www.youtube.com/watch?v=JbVVNoM5DH0
1960 auf Jamaica geboren, begann Hopeton Overton Brown’s Musikkarierre als Praktikant, dann Assistent im Studio von Dub-Begründer King Tubby. In den 80ern begann er dann seine eigene Produzentenlaufbahn unter dem Künstlernamen „Scientist“, wie er von King Tubby genannt wurde.
In dem Track kann man besonders den starken Hall-Effekt im Dub erkennen.

Dub Syndicate – Mafia
www.youtube.com/watch?v=jMVvwilnxkE
Die Band rund um Adrian Sherwood entstand mitte der 80er und wurde unter anderem von eben genannten Scientist produziert. Im Track Mafia sind stellenweise nur noch die Riddims zu hören (um die 4-Minuten-Marke), ein Stilmittel von Dub. Dub Syndicate setzen außerdem auf einen dominanten Bass.

Prince Far I – Deck of Cards
www.youtube.com/watch?v=HvOzib9jL70
Zeitlich und auch genretechnisch zwar kein strikter Dub (obwohl der Hall schon da ist), aber Prince Far I ist ein Beispiel für „Toasting“, oder „chanten“, wie er es als Rastafari lieber nannte.

ID – Monty & Visages
https://www.youtube.com/watch?v=UOAKoWqaNc8&t=950s
An diesem Beispiel kann man das Phänomen der Dubplate erkennen: im Video (ab 15:10 ca.) wird ein Track gespielt, der noch nicht releast wurde. Früher haben Producer Dub Plates auf Schallplatten pressen müssen, damit DJs unreleaste Tracks im Club spielen und vor der Crowd austesten konnten. Heutzutage nennt man solche unreleasten, neuen Tracks noch immer „Dub“. Diese sind unter DJs sehr nachgefragt. Auch kann man im Video erkennen, dass mit CDJs aufgelegt wird; man braucht also nicht mehr unbedingt eine richtige Dub Plate-Schallplatte. Heutige Dubs kommen zum großen Teil direkt aus der DAW auf den USB Stick. Zudem wird in dem DJ-Set die ersten 20 Minuten eine moderne Form von (UK) Dubstep sowie Bass Music gespielt, welche sich im weiteren Sinne auch auf Jamaican Dub und Bass Culture zurückführen lässt.

Zum Riddim:
Die ersten Sound Systems bildeten sich in den 1950er-Jahren, als auch die jamaikanische Musik sich stark entwickelte und neue Musikrichtungen entstanden. Die ersten Plattenaufleger, heute selector genannt, veranstalteten Dances oder Bashments in sogenannten „Dancehalls“. Zu dieser Zeit begannen Selectors auch, ihre eigene Abspieltechnik und ebenso einen individuellen Klang zu entwickeln. Pioniere dieser Ära sind unter anderem „Sir Coxsone“ Dodd

https://open.spotify.com/track/5lgCjDVVdulQkDVltIjBY0?si=x_me8TC_TnqIQnkcp1sJ9Q

Im Laufe der 1960er-Jahre gingen viele DJs zu rhythmischem Toasting über.
Pionier war hier unter Anderem U-Roy

https://open.spotify.com/track/1do1rnJp1cEEyTXMuwPagY?si=iMoevOfrT1WY7i44J6lteQ

Unter Riddim versteht man in der Sprache der Reggae- und Ragga-Musiker ein Instrumentalstück, über das verschiedene Sänger ihre Songs singen.
Im Reggae gibt es von jedem Riddim ein Original, alle weiteren Aufnahmen sind vokale , instrumentale oder reine Dub Versions.
Bobby Digital als einer der Ersten, der digitale Rhythmen im Reggae verwendete.
Produzent für unter Anderem Garnen Silk.

https://open.spotify.com/track/1uvPKIuYWsHndC94aM0TlZ?si=nFAXRJyiTLOxfZsF13BKDw

Durch die Dub-Technik können aber auch Songs, insbesondere solche, die nicht der Reggae-Musik entspringen, in einer neuen Version ein klanglich völlig neues Gewand erhalten, ähnlich wie bei einem Remix. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist diese Coversion des Police-Klassikers Message in a Bottle:
DubXanne – Message in a Bottle –> https://open.spotify.com/track/5N2TsqUL30n3RNAnRRNf5P?si=16c56417bc044d1b

Dieses Beispiel ist insbesondere deshalb interessant, weil The Police zwar im Rock-&Pop-Bereich eingeordnet werden, ihre Musik aber wiederum stark von Reggae-Musik beeinflusst wurde. Wir haben es also gewissermaßen mit Genre-Wechselwirkungen zu tun.


07.12.2021 Breakbeat Science analog (Old School)

DJ Setup: Turntable, Mixer
Crates Diggin

ausgewählte Beispiele aus dem Forum:

Zuallerst eine satirische Warnung vor dem Crate Digging:
thevinylfactory.com/features/crate-digging-dont-do-it-stefan-glerum-comic/

DJ Babu Boiler Room LA DJ Set
www.youtube.com/watch?v=2aoBWcUii3k

Unter „Breakbeat“ versteht man ganz allgemein einen gesampleten Rhythmus; d.h. das Ausschneiden z.B. eines Schlagzeugbeats(-Solos) aus einem vorhandenen Song. Dieses Sample konnte man dann als GRundlage für die Produktion eines neuen Tracks verwenden. Der Prozess erfolgte ursprünglich mit analogen Geräten (Sampler, Drumcomputer etc.); der Breakbeat konnte schneller/langsamer abgespielt oder evtl. noch andersweitig bearbeitet werden.
Auf diese Weise häufig gesamplete Stücke sind z.B. James Browns „Funky Drummer“:
https://www.youtube.com/watch?v=AoQ4AtsFWVM

Hier gibt es einen den „Funky Drummer“-Breakbeat/Sample in Dauerschleife zu hören:
https://www.youtube.com/watch?v=GACNpJfzyjs&t=38s

Dieser Beat wurde z.B. in den folgenden Stücken gesampled:
Fight the Power – Public Enemy
https://www.youtube.com/watch?v=jRJKjiCtVco

Save Me – Nicki Minaj –> besonders gut zu hören im Intro: Das Sample wird sehr schnell abgespielt eingefadet
https://www.youtube.com/watch?v=SDuMGldb67A

Sound-Layering
Sound-Layering Tutorial: https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/sound-layering-tutorial.html

Beatmatching
Francis Grasso gilt als Erfinder des Beatmatchings, einer Technik, bei der der Beat des laufenden Lieds verlangsamt, bzw. beschleunigt wird, um sich an den Beat des Anschlussongs anzupassen. Dadurch entsteht ein „smoother“ Übergang, der verhindert, dass die Menschen die Tanzfläche in den Pausen verlassen.
Im Beispiel (eine Originalaufnahme von 1971) hört man gut, wie Grasso den Beat verlangsamt, um einen möglichst wenig abrupten Übergang zu schaffen:
https://youtu.be/L7G2KMuRAqY?t=232

Ein weiters Beispiel von Grandmaster Flash
https://www.youtube.com/watch?v=JHIsNQ3eh2g


14.12.2021 Breakbeat Science digital (Drum Machines / Sampler)

Drum Machines / Sampler

21.12.2021 Sequenzing / DAWs

Pattern vs Tonband
Logic
Cubase
Ableton
FL Studio

11.01.2022 Minimal Music / Media Sound Art

Steve Reich
La Monte Young

18.01.2022 aktuelle Formen

Vaporwave
LoFi
Postpop

25.01.2022 Die AI als Komponistin

Machine Listening
Machine Learning
Machine Generated Structures


01.02.2022 Die AI als Komponistin II

AIVA / amper / Beethoven X
Convergence Alexander Schubert
Spawn / Proto Holly Herndon

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